Freitag, 8. August 2014

Auch abseits der tagtäglichen Horrormeldungen, die aus aller Welt gemeldet werden, gibt es Elend, Leid und Armut. Über dies Menschen wird leider wenig berichte, dabei brauchen sie auch Hilfe und Unterstützung.

Elisabeth beteiligt sich schon länger bei diesem Hilfsprojekt und sie hat mich infiziert, auch das einige Paare Socken und andere dringend benötigte Kleinteile zu stricken, um den Menschen in Kazlu Ruda zu helfen. Ich werde sehr wahrscheinlich nie jemanden aus diesem Ort kennenlernen aber allein der Gedanke, dass im kommenden Winter jemand warme Füße hat, weil ich etwas von meiner Zeit und meinen Mitteln abgegeben hat, der macht mich glücklich.

Mittlerweile habe ich das zweite Paar Dickerchen fertig, diesmal in gedeckten Herrenfarben.



Bis Anfang Oktober habe ich noch Zeit und ich Will auf alle Fälle noch einige Teile fertig bekommen, damit Elisabeth ein richtig dickes Paket schnüren kann.

Gerade hab ich beim Stöbern noch ein anderes Paar gefunden aber da müssen erst noch die Fäden vernäht und ein Foto geknipst werden.

Damit verabschiede ich mich in eine kleine Sommerpause und melde mich Anfang September mit neuen Ideen, neuen Strickstücken und neuem Elan zurück.

Vom Aufräumen, Stricken und einem kleinen wolligen Zugang

Meine Stricksachen wurden in den letzen Monaten immer mehr zu einem etws *hüstel* unsortiertem Haufen, in dem ich irgendwie nichts mehr fand und es gelinde gesagt ziemlich liederlich aussah.

Da flog die Wolle rum, verheddert miteinander oder in Stricknadeln, Zubehör hatte keinen Paltz und gefunden hab ich immer wenige. Es half alles nix, ich musst aufräumen.

Zu meinem Glück hatte Rossmann diese Woche so tolle Faltboxen im Angebotund da habe ich mir schnell zwei gekauft und schon konnte das große Sortieren beginnen. Es hat auch gat nicht weh geatn und nach eine halben Stunde war ich fertig und sehr erstaunt, was ich so alles mein Eigen nenne.

vorher




nachher


in der einen Box ist nun die Wolle die ich zeitnah verstricke und aktuelle WIP's und in der anderen solche Dinge wie Nadelrolle, Scheren, Maßbänder und anderer nützliche Helferlein

und weil es dem tollen Drogeriemarkt auch ein klitzekleines Regal gibt, wo es Red Heart-Garne gibt, kam es, wie es kommen musste. Ich musste dieses feurig - freche Knäuel Sockenwolle mitnehmen. Ich mich auch nicht lange geziert, dazu sind die Farben einfach zu prächtig.



Wenn schon keine neue Wolle, dann neue Bücher

Ich bin in diesem Jahr deutlich zurückhaltender, was den Bereich des Wolle kaufen angeht. Ich bin mittlerweile etwas übersättigt und möchte gern aus dem Vorhandenen schöpfen. Irgendwie muss aber der Kaufimpuls bedient werden und so sind in den letzten Tagen und Wochen einige neue Strickbücher bei mir eingezogen. Sie haben auch schon ihren Platz im Regal gefunden und werden regelmässig beguckt und liebevoll durchgeblättert.

Da ich mittlerweile sehr gern Fischerpullover stricke musste das Buch von Stella Ruhe "Dutch Traditional Ganseys" bei mir einziehen, zusammen mit einem wahnsinnig tollen Buch mit dem ziemlich belanglosen Titel "Wollpullover" von Madeline Weston.



Zum ersten Titel muss ich nichts mehr sagen, denn Tina und Anke haben es schon ausführlich besprochen aber bei dem zweiten muss ich ein paar Wörtchen verlieren.



Es wirkt wirklich sehr unscheinbar aber es enthält eine wunderschönes Auswahl an Modellen von Ganseys, Faire Isle, Arans und Strickereien von den Shetland-Inseln. Schon beim ersten Durchblättern habe ich mehr als 8 Pullover gefunden, die ich unbedingt nacharbeiten möchte und sicher auch werde.



Der einzige Nachteil für mich, ist das Fehlen von Charts - da muss ich mich etwas umgewöhnen aber das ist sicher machbar.


Dann konnte ich diesem Buch auch nicht wiederstehen. Zugegeben, ich hab mich auch nicht wirklich gewehrt.



Alles sehr ausgefallene Modelle, herrlich unterkühlt in der Präsentation - mal was anderes.






























und sehr lange habe ich nah diesem Buch gesucht. Mir waren die geforderten Preise von weit über 30 Euro immer zu viel, zumal ich das Buch "Pullover für kalte Tage " schon hatte und deshalb nicht so sehr in Nöten war. Nun bot sich aber die einmalige Gelegenheit "Pullover für Wind und Wetter" gebraucht für unter 20 Euro zu kriegen und da gab es keine Halten mehr.



Ich freue mich über mein Schnäppchen, denn auch hier sind es zeitlose Modelle mit guten Anleitungen und ich freue mich schon auf das Nacharbeiten des ein oder anderen Modells.


Montag, 4. August 2014

Ich wollte ja bügeln

aber sie lässt mich nicht.


Immer diese Stille hier

Doch diesmal waren es weder Strickfaulheit noch Blogunlust - ganz im Gegenteil.

Ich habe endlich mein Sommertop fertig bekommen und es passt auch prima. Das ist ja bei Großprojekten, die ich für mich stricke meist nicht der Fall. Irgendetwas geht immer daneben, trotz jahrelanger Strickerfahrung.





Einen Minuspunkt gibt es trotzdem. Das Garn war beim Stricken richtig schön weich und auch die erste Anprobe vor dem Waschen war gut, ich bin ja ziemlich mimosig veranlagt und mir juckt es ganz schnell.
Nach dem Wasche und Trocknen dann kam das böse Erwachen. Das Garn war richtig hart (nicht verfilzt, einfach nur sehr fest im Griff) und es kratzt wie verrückt. Überall sind nach dem waschen solche feinen Fäden aufgetaucht und ich denke, das sind die Übeltäter.



Jetzt schwimmt das Top nochmal im Wollwaschmittel, vielleicht hilft das ja schon, ansonsten muss ich immer ein Shirt drunter tragen, sonst halte ich es nicht aus.

Montag, 7. Juli 2014

Luxus auf den Nadeln

Seit einigen Jahren schlummerte in meinem Wollager ein kleines Schätzchen im Dornröschenschlaf. Ein Garn aus Ramiefasern, von mir arg stiefmütterlich behandelt, dass wunderbare Farben undeinen traumhaft seidigen Glanz hat und nur passend in Szene gesetzt werden muss.

An dem in Szene setzen bin ich nun dran, denn ich habe mir eine ärmelloses Shirt aus einer "Sabrina" ausgesucht und mit einigen Veränderungen bezüglich des Lochmusters ist vorgestern das Rückenteil fertig geworden.



Das Garn ist sehr fest, vergleichbar mit Leinen aber gleichzeitig im Griff weich und sehr angenehm auf der Haut zu tragen. Die Farben reichen von  grau/blau/violett, über cyclam hin zu pfirsichfarben und das ganze herrlich vermischt, extrem passend zu sommerlichem Gestrick.



Nun nadel ich schnell am Vorderteil, damit ich das Prachtstück dann auch ausführen kann.

Freitag, 4. Juli 2014

Vor einigen Wochen hatte Drops eine große Sonderaktion, wo es auf ausgewählte Garne einen hübschen Nachlass gab und wie  schon gestern gesagt, kann ich schneller bestellen als stricken.

Ich mag die Garne von Drops und bei Lanade bestelle ich gelegentlich diese Wolle und ich bin immer wieder hin und weg. Zum einen ist es super online-Laden, mit einer riesen Auswahl und blitzschnellem Versand und zum anderen habe ich mit Drops-Wolle noch nie einen Fehler gemacht.

Und so nahm das "Unheil" seinen Lauf und eh ich mich's versah, kam ein Paket mit vielen hübschen Knäueln hier an.



Entschieden habe ich mich für die "Karisma" und "Alaska", aus denen Pullover für meine Wenigkeit werden sollen. Mir schweben da lässige Ganseys vor, nachdem ich schon für meinen Mann 2 Stück gestrickt habe, guckt der kleine Neidteufel auf meiner Schulter schon ganz frech.



Die Zusammensetzung ist bei beiden Garnen 100% Wolle (keine genauere Angabe) aber die angegebenen Nadelstärken von 4 und 5 mm erscheinen mir zu hoch. Das muss ich dann live bei Maschenproben stricken entscheiden. Die Griffigkeit bei beiden ist angenehm, etwas weich, ohne kuschlig zu sein, genau das richtige für sportliche Pullover mit Struktur- oder Reliefmustern.

Mein Lieblingsmann wird zwei Ganseys (was anderes zieht er nicht mehr an) aus der "Lima" und "Nepal" bekommen.



Tolle griffige Garne aus 65% Wolle und 36% Alpaka. Auch hier werden die traditionellen Muster der Fischerpullover hervorragend zu Geltung kommen, und ich freue mich schon auf das Stricken. Diesmal werde ich die Pullover auch selbst entwerfen, das Buch "Pullover für kalten Tage" ist da eine ausnehmend gut Quelle und wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, ist es auch kein großes Hexenwerk mehr.